Nicht nur der Kaufpreis zählt: Die wichtigsten Kaufnebenkosten im Überblick

Der Kauf einer Immobilie ist eine große Investition und mit Kosten verbunden, die über den reinen Kaufpreis hinausgehen. Diese zusätzlichen Kosten werden als Kaufnebenkosten bezeichnet und sind ein wichtiger Aspekt, den jeder potenzielle Käufer verstehen und berechnen sollte. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen die verschiedenen Kaufnebenkosten vor und helfen Ihnen, eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Maklerprovision

Bei einem Immobilienkauf fallen neben dem Kaufpreis auch Nebenkosten an, wie zum Beispiel die Maklerprovision. Diese beträgt in Bayern in der Regel 7,14 % des Kaufpreises. Sie kennen eher eine Provision von 3,57 %? Das liegt daran: Seit 2020 gilt die gesetzliche Regelung, wonach die Provision hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden muss. Dies soll den Kauf von Immobilien für Käufer erleichtern und fairer gestalten. Der Provisionssatz ist aber nicht fest. Sie können auch 2,5 % plus 2,5 % vereinbaren -  hauptsache paritätisch, gerne weniger oder mehr. 

Diese gesetzliche Regelung gilt für Einfamilienhäuser, insofern auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften oder Wohnungen. Freier gestalten lässt es sich bei Mehrfamilienhäusern und Grundstücken, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Am besten ist, Sie besprechen diesen Punkt im Vorfeld eines Verkaufs oder Kaufs.

Grunderwerbsteuer

Ein weiterer Kostenpunkt beim Immobilienerwerb ist die Grunderwerbsteuer, welche beim Erwerb von Grundstücken und Gebäuden fällig wird. Die Höhe der Steuer beträgt in Bayern aktuell noch 3,5 % des Kaufpreises. Dies bedeutet bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro eine zusätzliche Belastung von 10.500 Euro für den Käufer. Wir empfehlen Ihnen daher, diese Kosten bereits bei der Finanzierung des Immobilienkaufs mit einzuplanen.

Notargebühren

Ein weiterer Posten bei den Nebenkosten stellen die Notargebühren dar. Der Notar ist bei einem Immobilienkauf unverzichtbar, da er den Kaufvertrag beurkundet und somit für Rechtssicherheit sorgt. Die Kosten für den Notar richten sich nach dem Wert der Immobilie und betragen in Bayern in der Regel 1,5 % des Kaufpreises und gelten nur als Richtwert. Den für Sie gültigen Gebührensatz können Sie erfragen.

Grundbuchgebühren

Zu den Kaufnebenkosten zählen unter anderem auch die Grundbuchgebühren. Diese müssen bezahlt werden, um den Eigentümerwechsel im Grundbuch eintragen zu lassen. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Wert der Immobilie und beträgt in Bayern ca. 0,5 % des Kaufpreises - hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Richtwert.

Rücklagen für Reparaturen und weitere Maßnahmen

Ein Handwerker arbeitet auf dem Dach

Auch wenn Sie eine pflegeleichte Immobilie gefunden haben, die zunächst (fast) ohne Zusatzinvestition bezogen werden kann, gilt: Rücklagen für Reparaturen und weitere Maßnahmen sollten Sie beim Immobilienkauf nicht unbeachtet lassen. Denn irgendwann müssen beispielsweise das Dach oder die Fassade erneuert werden. Um finanziell vorbereitet zu sein, empfehlen wir Ihnen, entsprechende Rücklagen anzulegen. Ein Bausparkonto könnte eine sinnvolle Lösung sein. 

Checkliste für den Immobilienerwerb

Wer eine Immobilie erwerben möchte, sollte insofern einige wichtige Punkte beachten. Eine Checkliste hilft Ihnen dabei, keine wichtigen Aspekte zu vergessen. Das gilt nicht nur für die Kalkulation der Kaufnebenkosten. Auch eine gründliche Vorbereitung mit Dokumentenprüfung ist essenziell für einen erfolgreichen Immobilienerwerb. Deswegen  empfehlen wir, eine professionelle Beratung einzuholen – sei es durch einen guten Makler, einen erfahrenen Bau-Fi-Spezialisten oder einen Fachanwalt – um mögliche Risiken frühzeitig erkennen und vermeiden zu können. Am besten geht diese existenziell wichtige Vorbereitung Hand in Hand. Gut, wenn man gute Partner hat.

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